Steuerausgleich für Studierende: Das solltest du wissen!

Eine Steuererklärung abzugeben, ist immer sinnvoll. Auch für Studierende ohne Einkommen. Du kannst dadurch hunderte Euro an Steuern sparen beziehungsweise zurückbekommen. Wo die Vorteile einer Steuererklärung im Studium liegen, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Lass dein Geld nicht auf der Straße liegen! Hol dir zurück, was dir zusteht, und tu  deinem Börserl was Gutes. Das freut sich bestimmt. Wie genau? Mit einer Steuererklärung. Böses Wort, wissen wir, aber es ist wirklich keine Hexerei. Du kannst sie  ganz einfach und schnell elektronisch über die FinanzOnline-Seite des Finanzamtes einreichen. Auch Bildungskosten und Aufwendungen für dein Studium sind nämlich steuerlich absetzbar.

Der Lohnsteuerausgleich

Du jobst neben dem Studium? Dann bist du in einem Angestelltenverhältnis und du kannst einen Lohnsteuerausgleich (Arbeitnehmer*innenveranlagung) machen. Diese kannst du sogar bis zu 5 Jahren rückwirkend einreichen. Selbst wenn du in deinem Nebenjob so wenig verdienst, dass du keine Lohnsteuer zahlst, kann sich die Arbeitnehmer*innenveranlagung für dich auszahlen. Schließlich kann man gewisse Ausgaben von der Steuer absetzen und so Geld zurückbekommen.

Tipp von Cap: In Österreich wird der Lohnsteuerausgleich sogar ganz automatisch gemacht.

Du kannst folgende Bildungsmaßnahmen unter Werbungskosten geltend machen:

  • Ausbildungskosten
  • Fortbildungskosten oder
  • Umschulungskosten

Für Freiberufliche

Bist du während deines Studiums selbstständig oder freiberuflich tätig, gilt folgendes: Für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit beginnt die Steuerpflicht bei einem Betrag von 11.000 Euro. Liegt dein Jahresgewinn darüber, bist du verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Achtung! Ganz wichtig dabei ist es, dass du alle relevanten Rechnungen über das Jahr aufbewahrst und dann mit deiner Steuererklärung einreichst. Auch danach gibt es noch eine Aufbewahrungspflicht.

Was alles absetzbar ist

Bist du berufstätig und lohnsteuerpflichtig, kannst du Aufwendungen im Zusammenhang mit deinem Studium steuerlich als Werbungskosten geltend machen bzw. abschreiben. Das kannst du machen bei:

  • Studiengebühren
  • Kursunterlagen und Skripten oder Fachliteratur
  • Kosten für Arbeitsmittel also Notebook, PC, Drucker, Scanner und Zubehör
  • Fahrten zur Ausbildungs-, Fortbildungs- oder Umschulungsstätte sowie Tagesgelder, sofern ein entfernter Ausbildungsort aufzusuchen ist
  • auswärtige Nächtigungen und Diäten
  • Internet und Telefon (auch Handy)
  • Kurse, die man im Zuge der Ausbildung absolviert

Detaillierte Informationen kannst du dir auch bei der Arbeiterkammer, der Wirtschaftskammer Österreich oder deiner Studierendenvertretung holen – oder du erkundigst dich direkt bei einer*m Steuerberater*in. Also los, einfach hinsetzen, ein paar Stunden damit auseinandersetzen und deinem Börserl was Gutes tun.

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